Wirtschaftliches Potenzial von Wind-Wasserstoff

Studie „Integration von Wind-Wasserstoff-Systemen in das Energiesystem“ 


Mit dem Ausbau von Windenergie und Photovoltaik wird der Umfang zeitweilig auftretender Strom-Überschüsse deutlich zunehmen. Um solche Überschüsse nutzbar zu machen, müssen Speicher eingesetzt werden. Für die Speicherung großer Energiemengen über längere Zeiträume bietet sich Wasserstoff an. 

Zur Integration von Wind-Wasserstoff-Systemen in das Energiesystem hat PLANET im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) eine grundlegende Studie koordiniert. Aufgabe war es zu ermitteln, unter welchen Bedingungen ein wirtschaftlicher Betrieb solcher Anlagen im Kraftwerksmaßstab langfristig möglich ist. 

Bei der Vermarktung des Wasserstoffs wurden zwei Optionen berücksichtigt:
  • der Einsatz als Kraftstoff im Straßenverkehr und
  • das Anbieten von elektrischer Energie am Spotmarkt mittels Rückverstromung bzw. das Vorhalten von Regelleistung. 
Insbesondere der Kraftstoffmarkt erweist sich als lukrativ. Wasserstoff, der mit elektrischem Strom aus erneuerbaren Quellen erzeugt wird, kann zu Preisen angeboten werden, die – im Vergleich zu konventionellen Kraftstoffen – zu gleichen oder geringeren Kraftstoffkosten pro gefahrenem Kilometer führen.

Die Flotte von Brennstoffzellen-Pkw, die für das Jahr 2030 in der Nordhälfte Deutschlands zu erwarten ist, kann zu rund 90% aus „grünem“ Wasserstoff versorgt werden.

Das Agieren in zwei sehr unterschiedlichen Marktsegmenten – Mobilität und elektrische Energie – schafft zudem Flexibilität und Synergien. Auf diese Weise verbessert sich das wirtschaftliche Potential.
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Abschlussbericht 
Kurzfassung (deutsch)   
Kurzfassung (englisch) 


Eckdaten 

Die Studie wurde im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) angefertigt. 

PLANET hat die Studie als Hauptauftragnehmer geleitet und gestaltet. 

Die Projektpartner waren:
  • die fachhochschule lübeck PROJEKT-GMBH
  • das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (Karlsruhe)
  • das Institut für Energie und Umwelt e.V. an der Fachhochschule Stralsund
  • die KBB Underground Technologies GmbH (Hannover)